Angebot IV
Personalentwicklungsportfolios
Um sich den Herausforderungen eines institutionellen Veränderungsprozesses stellen zu können, muss jede Einrichtung die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter kontinuierlich weiterentwickeln. Für jemanden, der die Verantwortung für die Ziele der Institution trägt, bedeutet dies häufig, dass er Änderungen im Lern- und Leistungsverhalten seiner Mitarbeiter bewirken muss. Doch haben Sie schon einmal versucht, jemanden zu einer Änderung seines Verhaltens zu bewegen? Wo wir doch dazu neigen, Gewohnheiten und Überzeugungen beizubehalten, die wir im Laufe der Berufspraxis entwickelt haben und die uns Sicherheit geben. Es ist jedoch möglich, den eigenen Habitus „angreifbar“ und dadurch veränderbar zu machen. Personalentwicklungsportfolios stellen dazu eine entscheidende Hilfe dar.
Insbesondere können Personalentwicklungsportfolios
- eine handlungsleitende Struktur für Beratungsgespräche vorgeben
- Rechenschaft über die berufliche Entwicklung ermöglichen
- die Kommunikation auf Augenhöhe aller Beteiligten fördern
- dialogisch organisiertes Feedback kultivieren
Die Begleitung umfasst
- die Einführung in die Arbeit mit Portfolios, bzw. den Transfer der Arbeitsweise auf die Ebene der Personalentwicklung.
- die Konzeption, Organisation und Handhabung des Personalentwicklungsportfolios aus den spezifischen Bedingungen der Beteiligten und der Institution,
- die Organisation von Beratungsgesprächen auf der Basis des Personalentwicklungsportfolios.
Allgemeine Ziele
- Erkennen des Potentials der Portfoliokultur für die persönliche Entwicklung
- Reflexion des eigenen Lernens
- Reflexionsgespräche und Beratungsgespräche führen und unterscheiden lernen
- Anlegen und Führen des eigenen Personalentwicklungsportfolios
- Kommunikations- und Feedbackkultur rund um das Portfolio
Methoden
- Einzel- und Gruppenarbeit
- Lernwerkstatt
- Reflexionsgespräche
- Beratungsgespräche
- Sozialkünstlerische Übungen
Kompetenzen
Die Workshops befähigen dazu:
- die eigene berufliche Praxis als Lernfeld zu erleben.
- den eigenen Habitus „angreifbar“ und veränderbar zu machen
- sich als Lerner in einer lernenden Organisation zu verstehen
Zeitaufwand
Zweimal zwei Tage. Die Arbeit am Personalentwicklungsportfolio beginnt beim ersten Treffen und wird in der Zeit zwischen den Workshops fortgesetzt. Beim zweiten Treffen stehen die entstandenen Portfolios im Mittelpunkt der Arbeit.
Zur Moderatorin:
Drin. phil. Johanna F. Schwarz, M.A. Jahrgang 1962, Gymnasiallehrerin für Deutsch und Englisch mit 20-jähriger Diensterfahrung an allgemein-bildenden höheren Schulen in Österreich. Lehrbeauftragte für Fachdidaktik Deutsch und in der LehrerInnenausbildung an der Universität Innsbruck; langjährige Ausbildungs- und Forschungserfahrung mit Portfolioarbeit in vielfältigen Bildungskontexten im deutschsprachigen Raum; Mitbegründerin des Internationalen Netzwerkes Portfolio; seit 2010 in der Lernforschung an der Universität Innsbruck tätig.
Persönliche Homepage
http://homepage.uibk.ac.at/~c62519/Website/arbeitsschwerpunkte.html
Zum Moderator:
Rüdiger Iwan, Jahrgang 1955, Ausbildung zum Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch, Geschichte, Sport; seit 1999 Geschäftsführer der perpetuum novile gemeinnützige Schulprojektgesellschaft; zahlreiche Projekte mit der Wirtschaft, 2003 in Kooperation der Daimler AG Konzeption und Umsetzung der „Neuen Wege in die Ausbildung; Mitbegründer des Internationalen Netzwerks Portfolio, Beratertätigkeit für die Einführung der Portfolioarbeit in Luxemburg, Österreich und Deutschland mit dem Arbeitsschwerpunkt, Bildungsprozesse – in Umkehrung der gewohnten Sicht – nicht aus vorgefertigten Lehrplänen abzuleiten, sondern aus realen Anforderungen heraus zu initiieren und durch den Portfolioprozess zu qualifizieren.